8. Jahressitzung der Deutsch-Chinesischen Kommission Normung in Xiamen

China

Vom 19. bis zum 23. Mai tagte die Deutsch-Chinesische Kommission Normung (DCKN) unter dem Vorsitz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Staatlichen Zentralamts für Normung der VR China (SAC) im südchinesischen Xiamen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahressitzung in Xiamen

Die Jahrestreffen der Deutsch-Chinesischen Kommission Normung (DCKN) fand vom 19. bis 23. Mai in Xiamen statt. Es war die achte Jahressitzung der Kommission, die 2011 aus der vormaligen Deutsch-Chinesischen Arbeitsgruppe Normung hervorgegangen war und seitdem erfolgreich die Zusammenarbeit in der Normung und den Abbau technischer Handelshemmnisse zwischen den beiden Ländern vorantreibt.

 

Mehr als 120 Teilnehmer/-innen aus beiden Regierungen, nationalen Normungsorganisationen, Verbänden sowie Forschungsinstituten und Unternehmen aus Deutschland und China nahmen an der Veranstaltung teil, deren gemeinsamen Vorsitz das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Staatliche Zentralamt für Normung der VR China (SAC) innehatten. In der Kommission arbeiten zahlreiche Fachleute von DIN und DKE, chinesischen Normungsorganisationen sowie aus Unternehmen und Verbänden beider Länder unterjährig gemeinsam an einer Vielzahl von Themen.

 

In seiner Rede verwies Helge Engelhard, Unterabteilungsleiter für „Normung und Standardisierung, Sicherheit“ des BMWi, auf die beachtlichen Erfolge, die die Kommission in der Vergangenheit verzeichnen konnte. Zudem betonte Engelhard die wichtige Rolle, die harmonisierte Normen und Standards für die Innovationspolitik sowie für eine erfolgreiche Wirtschaft spielen.

 

Ein zentrales Thema im Vorfeld des Jahrestreffens war unter anderem die großflächige Umstrukturierung der chinesischen Behördenlandschaft im Jahr 2018. Tian Shihong, Administrator von SAC und Vizeminister des neu gegründeten Staatlichen Zentralamtes für Marktregulierung (SAMR), dem SAC seit 2018 untersteht, erklärte bei seiner Eröffnungsrede, dass die beiden Seiten die Zusammenarbeit in der Normung und Standardisierung weiterhin vertiefen sollten.

 

Im Rahmen der Jahrestagung der DCKN fanden mehrere Arbeitstreffen und Sitzungen der Unterarbeitsgruppen (UAGs) Elektromobilität und Industrie 4.0 statt. Die beiden UAGs wurden 2011 (UAG Elektromobilität) beziehungsweise 2015 (UAG Industrie 4.0) gemeinsam gegründet. Die technische Leitung der beiden UAGs liegt jeweils bei DIN und dem Standardization Council Industrie 4.0 (SCI4.0).

 

Des Weiteren fand ein gemeinsamer Workshop zum Thema Autonomes und Vernetztes Fahren statt, das seit 2018 im Rahmen der DCKN behandelt wird. Auch in der Plenumssitzung der DCKN wurden von beiden Seiten essentielle Themen wie etwa Ethische Aspekte in der Künstlichen Intelligenz oder Quantentechnologie eingebracht.

 

Die Dialoggruppe Normungsstrategie, auf deutscher Seite geleitet von DIN und DKE, hielt dieses Jahr in Xiamen ihre Auftaktsitzung ab. Die Gruppe tauscht sich vor allem zu übergeordneten Themen im Bereich Normung und Standardisierung aus.

 

Während der Sitzungen wurden Themen und Arbeitspläne für die weitere Kooperation vereinbart. Ein wichtiges Ergebnis der Jahrestagung war die Veröffentlichung der Publikationen „Guidance ‘Use Cases und Application Scenarios’”, „Use Case ‘Equipment Lifecycle Mangagement’” und „Standardisation Roadmap for Predictive Maintenance“ durch die UAG Industrie 4.0.

 

Die DCKN tagt im jährlichen Wechsel in Deutschland und in China. Die nächste Jahrestagung wird in Deutschland sein und soll im Mai oder Juni 2020 stattfinden.

 

Die Länderkomponente China des Globalprojekts Qualitätsinfrastruktur berät und unterstützt die DCKN seit 2016.

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