9. Jahrestagung der Deutsch-Chinesischen Kommission zur Zusammenarbeit in der Normung

China

Die Deutsch-Chinesische Kommission zur Zusammenarbeit in der Normung (DCKN) traf sich am 2. November 2021 virtuell zu ihrer 9. Jahrestagung. Die jeweiligen Dialog- und Unterarbeitsgruppen präsentierten ihre Ergebnisse. Die Teilnehmer*innen identifizierten aktuelle und zukünftige thematische Schwerpunkte für die deutsch-chinesische Normungszusammenarbeit auf internationaler Ebene.

Eröffnungsworte von Dr. Thomas Zielke (BMWi)
Eröffnungsworte von Dr. Thomas Zielke (BMWi) © GIZ-GPQI

An dem Treffen nahmen 120 Vertreter*innen der beiden Regierungen, nationaler Normungsgremien, Forschungsinstitute, technischer Organisationen, Industrieverbände und Unternehmen teil.

 

Die deutsche Delegation wurde von Dr. Thomas Zielke, Leiter des Referats VI C 5 für nationale und internationale Normung und Patentpolitik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), geleitet. Guo Chenguang, stellvertretender Generaldirektor des Standards Innovative Department der Staatlichen Verwaltung für Marktregulierung (SAMR), leitete die chinesische Delegation.

 

Die Plenarsitzung trieb die Diskussion über Normungsaspekte voran, die sowohl für China als auch für Deutschland relevant sind. Die Teilnehmer*innen definierten konkrete Schritte zur Vertiefung der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in der Zukunft.

 

Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde das Treffen in einem virtuellen Format abgehalten. Es war die erste Plenarsitzung seit der letzten physischen Sitzung im Mai 2019 in Xiamen, China.

 

Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit soll weiter gestärkt werden

Die teilnehmenden Expert*innen präsentierten neue Entwicklungen und diskutierten thematische Schwerpunkte. Die Unterarbeitsgruppe Industrie 4.0/Intelligente Fertigung feierte die Veröffentlichung eines gemeinsamen Whitepapers zu Time-Sensitive Networking (TSN). Anschließend stellten Expert*innen Themen wie Datenräume in der Industrie 4.0 und das Reifegradmodell der Intelligenten Fertigung als mögliche Zukunftsthemen für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit vor.

 

Die chinesischen und deutschen Expert*innen möchten die Zusammenarbeit in den technischen Expertengruppen weiter verbessern, indem sie die inhaltlichen Verknüpfungen ihrer Kernthemen stärker berücksichtigen. Auf der Grundlage des Erfolgs der bisherigen technischen Zusammenarbeit wurde sich darauf geeinigt, die gemeinsamen Bemühungen in internationalen technischen Ausschüssen und Arbeitsgruppen zu verstärken.

 

Einigung auf gemeinsame thematische Schwerpunkte

Die Unterarbeitsgruppe Elektromobilität vereinbarte, die Verwaltung und Verteilung relevanter Informationen zu verbessern und die Zusammenarbeit bei internationalen Normungsaktivitäten zu intensivieren. Die Unterarbeitsgruppe möchte bilaterale Kooperationen durch die Veranstaltung von Workshops unterstützen.

 

Die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch zum Megawatt-Ladesystem für Schwerlastfahrzeuge soll in einer neu eingerichteten, temporären Arbeitsgruppe gefördert werden. Load Dump (GB/T 18487.1 und ISO 21498), Pre-Delivery Inspection (GB/T 18488 - Prüfzeit und Prüfspannungsniveau) sowie Umweltbedingungen sind ebenfalls thematische Schwerpunkte der Zusammenarbeit.

 

Zuletzt wurde die neue Unterarbeitsgruppe Automatisiertes und Vernetztes Fahren (AVF) im Rahmen der DCKN gegründet. Egbert Fritzsche von VDA/NA Automobil und Zhao Wang von CATARC wurden zu Co-Vorsitzenden gewählt. Beide Seiten einigten sich auf den Umfang, die Ziele, die Arbeitsprozesse und den Arbeitsplan mit spezifischen Projekten für die Unterarbeitsgruppe.

 

Wir danken allen Teilnehmer*innen für den fruchtbaren Dialog und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit in der Zukunft.

 

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