BMWK und VDMA diskutieren Handelshemmnisse im Maschinenbau

Brasilien

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) tauschten sich zur brasilianischen Maschinenbauindustrie aus. Die Expert*innen sprachen unter anderem über Handelshemmnisse auf dem internationalen Markt im Bereich des Maschinenbaus. Außerdem diskutierten sie mögliche Punkte der Zusammenarbeit in der Qualitätsinfrastruktur (QI).

Die Expert*innen diskutierten Handelshemmnisse im Maschinenbausektor. © GPQI-GIZ
Die Expert*innen diskutierten Handelshemmnisse im Maschinenbausektor. © GPQI-GIZ

Am 10. Juni traf sich eine Delegation des BMWK und des VDMA zu einem Runden Tisch. Sie diskutierten wichtige Entwicklungen sowie Handelshemmnisse in Brasiliens Maschinenbaubranche. Das Treffen in Rio de Janeiro war Teil einer Reihe von Fachgesprächen zwischen dem BMWK und wichtigen Akteuren während des Besuchs der deutschen Delegation in Brasilien.

 

Die Expert*innen betonten die Bedeutung eines harmonisierten QI-Systems. Dabei legten sie ein besonderes Augenmerk auf die Marktüberwachung. Sie ist ein wichtiges Instrument, um die Einfuhr und den Einsatz nicht konformer Maschinen zu verhindern. Diese stellen einerseits ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Andererseits führen sie zu Wettbewerbsverzerrungen.

 

Die Teilnehmenden des Runden Tisches betonten auch, dass Prozesse der Marktüberwachung mithilfe neuer Technologien und der Digitalisierung optimiert werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist der digitale Produktpass. Er bindet Verbraucher*innen und Hersteller*innen in sichere und nachhaltige Lieferketten ein. Allein die Nutzung neuer Technologien ist allerdings nicht ausreichend. Die QI spielt hier eine tragende Rolle, denn sie macht Maschinen interoperabel. Dadurch können sie z.B. Daten in Bezug auf ihre Sicherheit austauschen – was wiederum Mensch und Umwelt hilft.

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Wenn neue Technologien auf den Markt kommen, ist es wichtig, dass sie für Nutzer*innen und Hersteller*innen sicher sind. Zu diesem Zweck müssen der Privatsektor und die QI-Institutionen zusammenarbeiten. Gemeinsam sollten sie umfassende Initiativen zur Marktüberwachung vorantreiben.

 

Von links nach rechts: Franziska Heyerhorst (GPQI), Boris Böhme (BMWK), Thorsten Lindner (BMWK) und Thomas Ulbrich (VDMA) beleuchteten die Rolle des deutsch-brasilianischen QI-Dialogs. © GPQI-GIZ
Von links nach rechts: Franziska Heyerhorst (GPQI), Boris Böhme (BMWK), Thorsten Lindner (BMWK) und Thomas Ulbrich (VDMA) beleuchteten die Rolle des deutsch-brasilianischen QI-Dialogs. © GPQI-GIZ

Die Branchenvertreter*innen betonten die Erfolge, die das Globalprojekt Qualitätsinfrastruktur (GPQI) und der VDMA bereits 2019 geleistet haben. Gemeinsam trugen sie zu Verbesserungen des brasilianischen Regulierungsstandards Nr. 12 (Norma Regulamentadora 12 - NR-12) bei. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhielten dadurch besseren Zugang zum Maschinenbausektor. Außerdem wurde so die brasilianische Norm an internationale Best Practices angeglichen.

 

Auch andere Initiativen im Rahmen des GPQI halfen KMU, sich an der Debatte über digitale Technologien und deren Umsetzung zu beteiligen. Dazu zählen z. B. Aktivitäten zu Global Production Language und Asset Administration Shell. Das GPQI trägt somit dazu bei, dass Interoperabilität, Digitalisierung und  Marktüberwachung besser ineinandergreifen. Auch speziell im Maschinenbausektor ermöglicht das GPQI einen regelmäßigen Austausch zu diesen Themen.

 

Kontaktieren Sie uns, wenn auch Sie sich in das GPQI einbringen möchten oder Sie mehr über unsere Arbeit erfahren wollen.

 

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